Benutzertests
Welche Methoden zur Usability-Optimierung geeignet sind, hängt entscheidend von den zu untersuchenden Materialien und Usability-Zielen ab. In Abhängigkeit von der Testergruppe wird zwischen benutzerorientierten und expertenorientierten Methoden unterschieden.
Bei den benutzerorientierten Methoden hat der Benutzer das Wort. Denn: Der Anwender weiß am besten, was er benötigt. Darum ist die Grundidee des Usability-Engineerings, neben Usability-Experten auch echte Anwender aktiv in die Gestaltung und Entwicklung von Bedienoberflächen einzubeziehen.
Bei der Methode "Lautes Denken" sprechen die Probanden während der Erledigung einer Aufgabe ihre Gedankengänge und Emotionen laut aus. Sie werden dabei mit Video aufgezeichnet und von Experten beobachtet. Diese Methode ist weit verbreitet und wird häufig praktiziert.
Wording Tests messen die Textverständlichkeit Ihrer Materialien. Sie eignen sich besonders bei Informationssystemen mit vielen Inhalten, wie z. B. eNewslettern oder Katalogen. Überfordert die Terminologie das Zielpublikum, fehlt die Konsistenz oder ist keine klare Struktur erkennbar, diagnostizieren die Tester schwerwiegende Mängel. Bei Wording-Tests müssen die Testpersonen beispielsweise in einer Online-Hilfe oder einer Website die verwendeten Begriffe erklären. So erkennen Versuchsleiter, wieweit die Testpersonen die verwendeten Begriffe und Terminologie verstanden haben oder welche alternativen Begriffe gebräuchlicher sind.
Fokusgruppen sind typische Anwendergruppen, die bereits in der Konzeptionsphase der Softwareentwicklung methodisch eingesetzt werden. Fokusgruppen sind typische Anwendergruppen. In Diskussionen werden die Ausprägungen der Nutzergruppen und deren Aufgaben analysiert.
Eye Tracking Studien zeigen auf effektive Weise die visuelle Wahrnehmung der Anwender auf einer Bildschirmseite auf. Wie lange hat eine Person wohin geblickt? Wie war der Blickverlauf? Die gemessenen Blickpunkte geben Aufschluss über gedankliche Prozesse der Testperson und zeigen detailliert das Lösungsverhalten auf. Bei Nachgesprächen und gleichzeitigem Vorspielen der eigenen Blickbewegung berichten Testpersonen zusätzlich über ihre subjektiven Eindrücke. Mehr...